23.08.2010 18:57 Alter: 7 Jahre

Hauptschule in Westheim wird geschlossen.

Hauptschule in Westheim wird geschlossen.

Informationen der Stadt Marsberg zum beschlossenen Schulkonzept

Der demographische Wandel fordert auch im Stadtgebiet Marsberg seinen Tribut und so ist es unabdingbar, sich der aktuellen Problematik zu stellen. Alle Schulträger haben gemäß dem Schulgesetz NRW die Verpflichtung schulorganisatorische Maßnahmen zu ergreifen und ihre Schullandschaften vor dem Hintergrund der sinkenden Schülerzahlen entsprechend anzupassen.
Eine gute Schulbildung und angemessene Lehrerversorgung für unsere Schülerinnen und Schüler haben bei allen Planungen und Überlegungen oberste Priorität und stehen vor dem Standortsicherungsgedanken.

Die Gesamtschülerzahlen in der Stadt Marsberg werden in der Zeit von 1997 – 2017 von 3.127 bis auf 2.000 sinken

Im gleichen Zeitraum werden sich die Grundschülerzahlen um ca. 47 % verringern

Die Einschulungszahlen (in die 1. Klasse) nehmen in der Zeit von 2011 – 2015 um 37 % ab.
Zum Schuljahr 2011/12 werden 227 Kinder eingeschult, im Jahr 2015 nur noch 143 Kinder

Auch das Jahr 2010 zeigt bereits, dass die Geburtenzahlen im Stadtgebiet Marsberg weiter abnehmen. Vom 01.01. bis zum 30.06.2010 wurden nur 61 Kinder geboren

Schulorganisatorische Maßnahmen sind deshalb sowohl im Hauptschul-, Förderschul- und Grundschulbereich auch im Stadtgebiet Marsberg unvermeidlich.

So wird aufgrund zu geringer Anmeldezahlen (Übergang Grundschule – Hauptschule) die Franziskus-Hauptschule Westheim zum 01.08.2010 aufgelöst. Alle Hauptschüler der Franziskus-Hauptschule Westheim werden ab dem Schuljahr 2010/11 in der Gemeinschaftshauptschule Marsberg unterrichtet.

Den 72 Anmeldungen an der Katholischen Grundschule Marsberg (Bekenntnisgrundschule) stehen nur 9 Anmeldungen an der Gemeinschaftsgrundschule „Diemeltal“ Marsberg für das Schuljahr 2010/11 für die Klasse 1 gegenüber.
Aufgrund der nur 9 Anmeldungen an der GGS „Diemeltal“ für das Schuljahr 2010/11  ist eine rechtskonforme Klassenbildung nicht möglich. Der Klassenfrequenzmindestwert (18 Schüler/innen) wird nicht erreicht. Eine 1. Klasse kommt somit an der GGS „Diemeltal“ Marsberg nicht zu Stande.Der Schulträger steht in der Verantwortung dem größeren Elternwillen Rechnung zu tragen.
Aufgrund der sinkenden Schülerzahlen ist es möglich die Kinder in nur noch einem Gebäude zu unterrichten. Aus Sicht der Stadt Marsberg ist es sinnvoll und erforderlich die Ressourcen zu bündeln, dass nur noch ein Grundschulstandort in der Kernstadt so auszustatten ist, dass eine optimale Schulbildung im Primarbereich erreicht werden kann.

Eine Schule, sowohl Gemeinschaftsgrundschule wie auch Bekenntnisgrundschule, lebt vom Personal. Die agierenden Lehrerinnen und Lehrer sind verantwortlich für das jeweilige Schulprofil. Das Personal der GGS „Diemeltal“ Marsberg kann zum 01.08.2010 geschlossen in die Kath. Grundschule Marsberg übergehen.

Eine Wahlmöglichkeit zwischen Bekenntnisgrundschule und Gemeinschaftsgrundschule besteht aber für die Eltern im Stadtgebiet Marsberg nach wie vor.
Die Kapazitäten der bestehenden Gemeinschaftsgrundschulen - GGS Egge-Diemel (zukünftig im Hauptschulgebäude Westheim) sowie GGS Giershagen mit Teilstandort Beringhausen - sind längst nicht erschöpft.

Im Rahmen des Gesamtkonzeptes ist es gelungen, dass auch die Förderschule für Lernbehinderte (Kerschensteiner-Schule) in der Marsberger Kernstadt verbleiben kann.
Aufgrund der Gebäudegröße zieht die Förderschule vom Burghof in das Gebäude der GGS „Diemeltal“ Marsberg (Trift 2).

Seitens der Stadt Marsberg wurde in zahlreichen Sitzungen und intensiven Beratungen mit den Schulleitungen, Eltern, Ortsbeiräten, Fraktionen, den Vertretern der Kirchen, dem Schulamt des Hochsauerlandkreises (Untere Schulaufsicht) und der Bezirksregierung Arnsberg (Obere Schulaufsicht) ein umfassendes zukunftsweisendes Schulkonzept erarbeitet und somit realistisch Schulentwicklungsplanung betrieben.

Um den Kindern, Eltern und Lehrkräften langfristig Planungssicherheit zu geben, hat der Rat der Stadt Marsberg mit fraktionsübergreifender Zustimmung dieses Gesamtkonzept beschlossen.

Die Ratsbeschlüsse zur Gestaltung der Haupt-, Förder- und Grundschullandschaft in der Stadt Marsberg sind durch die Bezirksregierung Arnsberg genehmigt worden.

Die Stadt Marsberg hat nun die Verpflichtung diese Ratsbeschlüsse zügig umzusetzen, damit zum neuen Schuljahr die Umbaumaßnahmen in den Schulgebäuden abgeschlossen sind und der Schulbetrieb ordnungsgemäß beginnen kann.

Quelle: www.marsberg.de/Aktuelles.178.0.html

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